Heute haben wir uns mit ,,Sanidad" einem speziellem Department von Mijas versammelt und über die Möglichkeit diskutiert, dass Vereine wie wir eine Genehmigung in Form eines Ausweises bekommen sollten um das Gesetz bezüglich des Fütterungsverbotes in Mijas zu übergehen, solange wir gewisse Bedingungen akzeptieren und die Verantwortung für unsere Kolonien und eventuelle Probleme übernehmen.

Alles begann vor ein paar Jahren, als Mijas ein neues Gesetz verfasste, welches besagte, dass es absolut verboten sei Strassenkatzen zu füttern und das dies ansonsten hohe Geldstrafen zur Folge hätte. Und ja...auch wir haben schon einen Strafzettel bekommen, als die Polizei uns dabei sah wie wir unsere Minka fütterten. Doch dieses Gesetz war nie ganz fair und auch nicht ganz korrekt, denn wenn man genauer hinsieht heisst es man darf keine Strassentiere füttern ,,weil die öffentlichen Strassen nicht beschmutzt werden dürfen und Reste der Futterrationen Ratten und Ungeziefer anziehen". Leider hat es trotzdem nie etwas gebracht mit der Polizei zu diskutieren und ihnen zu erklären dass nichts beschmutzt wird und wir sogar Teller und Näpfte benutzen und unsere Futterstellen sauber halten. Ebenfalls war es ihnen schon immer egal ,,wofür" man das alles eigentlich tut. Man konnte sich jegliche Erklärung sparen, egal wie überzeugend sie sein möge. Was bedeutet dies für uns Tierschützer? Verstecken, Beileidigungen und Drohungen ertragen und teilweise Wege fünf mal machen weil die Polizei dort steht oder gerade einer doof guckt oder das Handy in der Hand hat um dich oder das Auto zu fotografieren und Anzeige zu erstatten. Man muss seine Schützlinge schon sehr lieben um dies zu ertragen und mit seiner Arbeit fortzufahren.

Irgendwann kam es dann zur Kontaktaufnahme mit dem Ayuntamiento de Mijas (Rathaus) welche uns teilweise doch geholfen hat, denn es gibt auch gute Seelen dort. Lange haben wir gekämpt um für das Fütterungsverbot eine Ausnahme zu bekommen, doch dann gab es ein Chaos durch den Regierungswechsel und man hörte leider nichts mehr diesbezüglich.

Im September haben wir uns mit dem neuen Bürgermeister von Mijas versammelt und ihm zusammen mit einem weiterem Tierschutzverein, das Projekt CES - Capturar, Esterelizar, Soltar (Einfangen, Kastrieren, Freilassen) vorgestellt. Doch natürlich sollte dies wieder an ein anderes Department weitergeleitet werden. Unser Vorschlag schien aber gut angekommen zu sein. Er erklärte direkt das Mijas im Moment kein Geld hat um dieses Projekt zu unterstützen, aber das war uns allen klar und darum ging es uns ja auch nicht, wir wollen einfach respektiert werden.

Letzte Woche dann eine Nachricht in der Mijas Zeitung ,,Mijas erinnert an das Verbot Strassenkatzen zu füttern". Wir waren entsetzt und das zeigten wir auch deutlich in den sozialen Netzwerken, bis man uns beachtete und den Titel direkt änderte...dies klang deutlich akzeptabler. Am selbten Tag bekamen beide Vereine einen Anruf, wir sollen uns heute Mittwoch 21 Oktober mit dem Stadtsrat für Gesundheitswesen versammeln. Und so war es heute! Auch wenn wir noch lange nicht alles erreicht haben was man sich als strikter Tierschützer erhofft, gibt es immerhin einen kleinen Lichtblick, denn Mijas hat das Gesetz so geändert, dass Vereine wie wir eventuell bald eine Genehmigung bekommen sollen, welche uns vor Polizei und bösen Nachbarn schützt, so dass wir in Ruhe unsere Kolonien füttern und versorgen können. Natürlich dauert es nun ein paar Monate bis dieses Gesetzänderung in Kraft tritt, wenn sie denn genehmigt wird. Natürlich bedeutet das auch, dass wir für die Katzenkolonien zuständig und verantwortlich sind, dementsprechend auch für jedes Problem welches von diesem Katzen verursacht wird. Es ist nachwievor so, dass die Bewohner die sich von den Tieren gestört fühlen, ein Recht darauf haben diese holen zu lassen. Doch statt direkt die Tötungsstation zu benachrichtigen, geht der Alarm wohl zu aller erst an uns und dann haben wir 1-2 Tage Zeit um eine Lösung zu suchen. Aber wie gesagt... erst in ein paar Monaten wenn alles durch ist.

Wir sind froh etwas erreicht zu haben, denn dieses Versteckspiel war das schlimmste für uns, zumal wir die Strafen nicht hätten zahlen können. Nun heisst es warten und vielleicht, aber nur vielleicht, kann man wenn dieses Thema erledigt ist irgendwann noch viel mehr erreichen...

 

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Wir haben etwas zu feiern, denn nach jahrelanger privater Tierschutzarbeit haben wir endlich den grossen Schritt gewagt. Wir haben erneut versucht einen Verein für unsere freiwillige Arbeit zu gründen und dieses Mal hat alles geklappt...Vor ein paar Tagen haben wir per Post die Mitteilung bekommen das ,,Asociación La Esperanza Para Animales" erfolgreich im spanischem Vereinsregister eingetragen wurde und wir haben ebenfalls sofort die Vereinsregisternummer und ein Vereinskonto beantragt. Seit Mai 2015 ist unsere Tierschutzarbeit also ganz offiziell.

Warum ein Verein?

Eigentlich ist es uns ganz egal ob privat oder offiziell, wir helfen den armen Strassenkatzen so oder so, für uns macht das kaum einen Unterschied. Es ändert sich an unserer Tierschutzarbeit selbst also nicht wirklich viel. Doch auch wenn wir viele liebe treue Unterstützer haben, ist es für viele Menschen einfach ,,seriöser" zu wissen sie spenden an einen eingetragenen Verein. Und jetzt mehr denn je brauchen wir so viel Hilfe wie nur möglich. Ein weiterer Vorteil ist das wir nun Spendenquittungen ausstellen dürfen (achtung, nur Quittungen, keine Bescheinigungen). Bei Einzelspenden können wir diese sofort ausstellen und feste Unterstützer die über das ganze Jahr lang helfen können im Januar eine Quittung anfordern wo alles ,,was auf dem Vereinskonto" eingegangen ist zusammengerechnet ist. Das füttern von Strassentieren ist hier nach wie vor verboten, aber als Verein hat man eventuell mehr Chancen dem Staat irgendwie klarzumachen, dass man mit all den Kastrationen erreicht die Katzenkolonien zu kontrollieren und das dies nur möglich ist wenn man ihr Vertrauen gewinnt indem man sie auch pflegt und versorgt. Eventuell soll es für Vereine auch eine kleine Gesetzausnahme geben, aber das steht derzeit noch in den Sternen, hier heisst es also warten und hoffen.

Wir hoffen das dieser grosse Schritt von Vorteil für unsere Strassenkatzen und auch für Euch ist.

 

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